Streak-Running

Was ist Streak-Running?

Auf Deutsch heisst Streak-Running in etwa „Lauf-Serie“. Eine solche Lauf-Serie kann 100 Tage, 200 Tage oder länger dauern. Gelaufen wird jeden Tag ohne Ausnahme! Also 365 Tage, 12 Monate, 52 Wochen lang im Jahr. Streaker sind aber deswegen nicht die besseren Läufer. Für einen Streaker ist Laufen eine Leidenschaft (in den meisten Fällen noch viel mehr als das). Also keine Frage des Tempos, der Häufigkeit oder der Strecke. Beim Streaken kommt es nicht darauf an, eine möglichst lange oder kurze Strecke so schnell wie möglich zurückzulegen, sondern einen begonnenen Streak nicht zu beenden.

Ist das möglich?

Sie fragen sich jetzt sicher: Ist es möglich so viele Tage ununterbrochen zu laufen? Die Antwort: Ja, das ist es. Die USRSA (United States Running Streak Association, Inc.) listet ausschliesslich US-Amerikaner.
Auf dem Streakrunner-Forum findet man eine Auflistung von Läufern aus ganz Europa. Hier geht es direkt zur Rangliste vom Streakrunner-Forum.

Regeln

Welche Bedingungen muss eine Streak erfüllen, dass sie eine Streak ist bzw. bleibt? Hier gehen die Meinungen im Detail etwas auseinander (schwierig wird es auf Reisen mit Zeitverschiebung, Datumsgrenzen, etc.), aber im Kern sollte man täglich mindestens eine Meile (ca. 1.6 km) zwischen 00:00 Uhr und 24:00 Uhr ohne technische Mittel absolvieren und die Streak in geeigneter Weise mit einem Lauftagebuch dokumentieren können.
Ich persönlich habe für mich eine Mindestzeitdauer von 15 Minuten als Untergrenze aufgestellt.

Ein „Auf-Vorrat-Laufen“ ist ebenso verboten, wie das Nachholen eines verpassten Laufes am nächsten Tag. Die Bedingung „ohne technische Hilfsmittel“ wurde, zumindest von der USRSA, aufgrund eines Streites innerhalb der Streaker-Community um die Wertung der Streak von Ron Hill eingeführt, der einige Tage lang nach einer Operation jeweils eine halbe Meile mit Krücken auf einem Bein hüpfend absolviert hat und dies (wie wohl die herrschende Meinung) als gültige Läufe wertet. Für die Gegner dieser Hill‘schen Auffassung zählt der puristische Aspekt, für die Befürworter die Anstrengung. Wer einmal mit Krücken auch nur langsam gehen musste, weiss, dass Laufen dagegen kaum anstrengend ist.

Wer kontrolliert die Einhaltung der Regeln?

Niemand. Streaker unterstellen sich einem Ehrenkodex und sind sich anderen gegenüber ehrlich, was die Einhaltung der Regeln angeht. Endet eine Streak, so wird dies den listenführenden Organisationen umgehend mitgeteilt sofern man sich in eine solche Liste eintragen hat lassen.

Infos + Presseberichte über das Streak-Running:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.