Trainingslauf Winkeln-Säntis-Rotsteinpass, 28. Juni 2015

Spontan entschloss ich mich an diesem Wochenende einen langen Lauf zu unternehmen. Ich lief um 01:30 Uhr zu Hause los Richtung Alpstein. Via Gübsensee und „Ufem Berg“,im Takt der Musik vom Open-Air St.Gallen, lief ich nach Hundwil. Nun ging es das erste Mal länger aufwärts. Unterhalb der Hundwiler-Höhi hörte ich zum letzten Mal die Musik vom Open-Air St.Gallen. Den Abstieg nach Jakobsbad kannte ich bereits vom letzten Jahr. Von Jakobsbad aus lief ich auf die Scheidegg hoch. Ab hier kannte ich den Streckenverlauf nicht mehr. Zuerst musste ich wieder in ein kleines Tal hinunter laufen und natürlich gleich wieder hoch. Der Wanderweg Richtung Ahorn-Kapelle führte nun mehrheitlich über unebene Wiesen und Wald. Das Teilstück vom Ahorn zum Berggasthaus Lehmen war mir dann wieder bestens bekannt. Mein nächstes Ziel, der Schäfler, war wieder ein Stück näher gekommen. Nun lagen fast 1000 Höhenmeter vor mir. Schon länger plagte mich der Hunger, doch ich hatte keine Lust jetzt den Rucksack auszuziehen und eine Banane herauszunehmen. Also „quälte“ ich mich ein wenig den Aufstieg hinauf. Ich erreichte den Schäfler kurz nach 07:00 Uhr. Dort legte ich die erste Pause ein.

Die nächsten 600 Höhenmeter vom Schäfler bis auf den Säntis waren sehr anspruchsvoll. Nicht wegen der Steilheit, sondern wegen dem ständig wechselnden Untergrund. Am Anfang etwas Klettern und grössere Steine, ab und zu gut zu laufende Bergpfade und zum Schluss einfach nur noch Schnee. Und als Abschluss dann die „Himmelsleiter“. Doch dies alles hinderte mich nicht daran, auf den Säntis zu laufen. Gegen halb Zehn Uhr morgens, nach acht Stunden laufen, war ich oben. Gemütlich ging ich dann noch bis auf den Gipfel zur Wetterstation. Doch heute gab es nichts zusehen, denn um den Gipfel hatte es eine grosse Wolke. Anschliessend wanderte ich zum Berggasthaus „Alter Säntis“. Dort bestellte ich mir eine heisse Bouillon mit Ei, ein Zitronen-Panache und ein Mineral.

Nach der Pause lief ich über den „Lisengrat“ weiter Richtung Rotsteinpass. Von nun an ging es fast nur noch abwärts bis auf die Meglisalp. Von da aus wählte ich die Route oberhalb des Seealpsees nach Wasserauen. Ich hatte eine tolle Aussicht auf den Seealpsee, den Schäfler und das Öhrli. Scheinbar hatte sich das „Abwärts-Lauf-Training“ gelohnt. Ich konnte bis ganz zum Schluss locker abwärtslaufen und die Beine wurden fast nicht müde. In Wasserauen war ich bereits 56km weit gelaufen.

Langsam wurden meine Beine doch noch schwerer. Ich wechselte abwechselnd in ein zügiges Gehen oder langsames Laufen. In Appenzell nahm ich dann die Bahn und fuhr nach Herisau. Vom Bahnhof aus lief ich dann bis nach Hause. Gegen Ende erholten meine Beine wieder und ich konnte wieder gleichmässig, ohne Gehpausen, laufen.

Ich lief heute rund 60km in 13h 20min mit 3397 Höhenmetern. Die Strecke auf Strava.

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