Jungfrau-Marathon Interlaken, 9. September 2012

20 Jahre Jungfrau-Marathon…

Mein erster Gedanke: Da muss ich dabei sein!

Ich hatte lange Zeit überlegt, ob ich starten soll. Als ich dann die Nachricht erhielt, dass ich einen Startplatz gewonnen hatte, war die Entscheidung gefallen. Am 9. September 2012 werde ich zum vierten Mal den Jungfrau-Marathon laufen.

Dieses Jahr musste ich erst am Sonntag um 9 Uhr starten. In so kurzer Zeit eine bezahlbare Unterkunft zu finden war sehr schwierig. Darum schlief ich, wie bereits einmal, auf dem EXPO-Parkplatz im Auto. Am Sonntagmorgen um 6 Uhr klingelte der Wecker. Nach dem Morgenessen, es gab auch dieses Jahr Comella und ein Brötchen, packte ich meine Tasche und räumte das Auto auf. Ab 06:30 Uhr herrschte reger Betrieb auf dem Parkplatz. Kurz vor 8 Uhr begab ich mich Richtung Interlaken zum Startgelände. Nachdem ich meine Tasche beim LKW abgegeben hatte, suchte ich mir ein sonniges Plätzchen und wartete bis 9 Uhr war.

Ich hatte mir ein Ziel gesetzt: Ich wollte unter 5:00h laufen. Die Runde in Interlaken lief ich in ca. 15min. Langsam zog sich das Feld etwas in die Länge, was mir lieb war, denn so konnte ich besser Überholen. Bei Kilometer 9 schaute ich das erste Mal auf die Uhr: Ich lief etwas unter 5min/km. Einen Kilometer später war das immer noch so. Das hiess, dass ich etwas mehr als 2min Vorsprung auf den 5h-Plan hatte. Nun ging es das erste Mal aufwärts und zwar bis Lauterbrunnen. Nach 20km dann wieder Zeitvergleich: Ich hatte immer noch 1-2min Vorsprung. Bevor es hinauf nach Wengen ging, verpflegte ich mich nochmals ausgiebig. Der Aufstieg fühlte sich dieses Jahr überhaupt nicht so steil an. Ohne grosse Mühe „lief“ ich, mit wenigen Gehpausen, hoch nach Wengen. Als ich in Wengen auf die Uhr schaute, traute ich meinen Augen nicht: Ich hatte 9min Vorsprung auf den 5h-Plan. Auf den nächsten 8km legte ich weiterhin nur wenige, kurze Gehpausen ein. Ich versuchte soviel wie möglich zu laufen, aber immer so, dass es nicht „anstrengend“ wurde. Dadurch wurde ich etwas langsamer und verlor ca. 6min vom Vorsprung.
Dies beunruhigte mich überhaupt nicht. Da es jetzt noch steiler wurde und ich voraussichtlich nochmals etwas langsamer wurde, erwartete ich eine Zeit knapp unter oder über 5:00h. Bei km 40 passierte etwas. Eine Stimme (ich war wirklich ganz klar im Kopf!) in mir sagte: Lauf, Markus lauf! … Ich scherte aus der langen Reihe Läufer aus und lief neben dem Weg, auf der Wiese, hoch. Sogar auf der Eiger-Moräne überholte ich noch einige Läufer. Schnell Hand hoch beim Fotograf und weiter ging es. Nach dem Dudelsack-Bläser (km 40.8) gab sowieso kein Halten mehr für mich. Ich lief die restlichen Meter bis ins Ziel.

Nach 4:48:11,0 überquerte ich die Ziellinie. Dies war meine zweitbeste Laufzeit an einem Jungfrau-Marathon. Ich war überglücklich und erleichtert. Als nächstes holte ich mein Gepäck und rief Ivana an. Auf ihre Frage, wie es mir geht antwortete ich: Bestens, lief nie am Limit und musste nicht leiden.

Gesamtzeit: 4:48:11,0
Interlaken – Lauterbrunnen: 1:47:48,0 Lauterbrunnen – Wengen: 1:05:40,0
Wengen – Wixi: 1:07:22,0 Wixi – Kleine Scheidegg: 0:47:20,0

  1. Rang Marathon Sonntag Männer 20 925. Overall Rang

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