Jungfrau-Marathon Interlaken, 11. September 2004

Heute hiess es wieder einmal sehr früh aufstehen. Um 04.00 Uhr wurde ich von meinen beiden Wettkampf-Begleitern, Thomas und Daniel, zu Hause abgeholt (hier nochmals ein herzliches Dankeschön an die Beiden).
Um ca. 07.00 Uhr kamen wir in Interlaken an. Nachdem wir auf dem Flughafen-Gelände geparkt hatten und mit dem Shuttle-Bus ins Zentrum gefahren waren, holte ich die Startnummer und gab mein Gepäck ab. Das Gepäck wurde vom Organisator auf die Kleine Scheidegg gebracht. So gegen 08.20 Uhr ging ich mich einlaufen.
Der Start erfolgte pünktlich um 08.45 Uhr. Unterwegs traf ich dann noch meine Lauf-Kollegen aus der LG Wittenbach. Nach Lauterbrunnen ging es dann (endlich) das erste Mal so richtig aufwärts. Die meisten Läufer wechselten zum Gehen über. Bis auf ein kleines Stück bin ich die ganze Steigung „locker“ durchgelaufen.

In Wengen war die Stimmung unglaublich. Spätestens hier hatte man den steilen Aufstieg für einen Moment vergessen. Bis hierhin hatte ich überhaupt keine Ermüdungserscheinungen. Von nun an ging es stetig aufwärts. Die Strasse wurde zum Kiesweg, der Kiesweg zum Wanderweg. Bei km 40 zweigte der Wanderweg in einen Bergweg ab. Dieser führte zum Eigergletscher.

Der Aufstieg, der jetzt vor mir lag, war der wunderschönste Teil des ganzen Marathons. Damit ich überhaupt noch irgendwie vorwärts kam, musste ich des Öfteren längere Bergsprints einlegen. In den kurzen Pausen zwischen den Sprints, schaute ich mir das wunderschöne Panorama (Eiger, Mönch und Jungfrau) an.
Irgendwann hatte ich genug von den Bergsprints und ich lief auf der Wiese, parallel zum Weg, Richtung Eigergletscher. Hier wurden alle Läufer von Dudelsack-Klängen begrüsst.
Nun lag nur noch das kurze Stück Richtung Kleine Scheidegg vor mir. Auf diesem Stück konnte ich noch einmal Tempo machen und ein paar Läufer überholen. Die letzten 100m legte ich sogar annähernd im Sprint-Tempo zurück. Nach dem Zieleinlauf ging ich das Gepäck holen und direkt unter die warme (!) Dusche.
Der Werbe-Spruch: Die schönste Marathon-Strecke der Welt – trifft absolut zu.

Der einzige Nachteil ist der Rückweg zum Auto. Der dauert ewig mit der Bahn.

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