Frauenfelder-Marathon, 18. November 2012

Mein 7ter Frauenfelder-Marathon

Der diesjährige Marathon fand bei Sonnenschein und eher warmen Temperaturen statt (ja ich lief wirklich in Frauenfeld…). Gemeinsam mit Marcel Knaus fuhr ich nach Frauenfeld. Er hatte sich kurzfristig für einen Start am Marathon entschieden. Meine beiden Frauen fuhren dieses Jahr nicht mit, da Ivana erkältet war.
Nachdem Marcel sich nachgemeldet hatte, gingen wir einen Kaffee trinken. Beim Plaudern mit anderen Läufern ging die Zeit sehr schnell vorüber. Kurz nach 10 Uhr begaben wir uns zum Auto und zogen uns um. Anschliessend liefen wir gemütlich zum Marktplatz hoch. Rund 5 Minuten vor dem Start reihten wir uns an der Startlinie, natürlich aus Sägemehl, ein. Wie jedes Jahr ging es vom Start weg relativ zügig Richtung Spital hoch. Für die ersten 10km benötigte ich 47min. Bereits jetzt überholte ich die ersten Waffenläufer, welche ich einfach nur bewundere. Mit der Packung (mit Gewehr drin) zu laufen ist für mich unvorstellbar. Bei km 13 wartete mein Vater auf mich und feuerte mich an. Da ich mit einem anderen Läufer am Reden war, verpasste ich ihn fast. Nach der Unterführung beim Bahnhof Wil verlor ich meinen Rhythmus und bekam eine kleine Krise. Diese ging aber schnell vorüber. Die Hälfte der Strecke hatte ich in 1h 45min geschafft. Ich fühlte mich immer noch sehr gut.
Im Vorfeld hatte ich mir überlegt, wie ich das „Hunger-und Rivella-Marathon-Problem“ lösen könnte. Ich entschied mich für Gels. Ab Eschlikon nahm ich an jedem Verpflegungsposten ein Gel ein. Und siehe da: Kein Hunger mehr! Auch das „Rivella-Marathon-Problem“ bekam ich unter Kontrolle. Am Anfang trank ich nur Wasser und ab Wil dann kleine Mengen Rivella-Marathon mit Wasser.
In Lommis wurde ich nochmals von meinem Vater angefeuert und natürlich machte wir auch einen kleinen „laufenden“ Schwatz. Es ging mir immer noch sehr, sehr gut. Bei km 37 hatte ich das Zweite klitze-kleine Tief, doch auch dieses war schnell vorüber. Das Ziel kam immer näher und zu spät merkte ich, dass eine Zeit unter 3h 30min möglich gewesen wäre. Kopfrechnen auf den letzten Kilometern ist nicht so meine Stärke. Auf dem allerletzten Kilometer legte ich nochmals an Tempo zu, doch es reichte trotzdem nicht. Nach 3h 30min 46s überquerte ich die Ziellinie. Nachdem ich meinen „Frauenfelder-Honig“ abgeholt hatte, lief ich gemütlich zum Auto, wo Marcel schon wartete. Ich zog mich rasch um und wir gingen zur Rangverkündigung, denn Marcel wurde Dritter in seiner Kategorie.
Dieses Jahr lief ich 1min 39s schneller als im Vorjahr. Der Trainingsplan hat also auch mit Tief funktioniert, wenn auch nicht im vollem Umfang.

Gesamtzeit: 3:30:46,1

  1. Rang Marathon Männer 30 59. Overall Rang

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