Crazy Snow Walk und Run Arosa, 11. Januar 2009

Der Crazy Snow Run in Arosa war für mich der erste längere Trainingslauf in diesem Jahr. Ich fuhr am Sonntagmorgen zusammen mit Walti Schäfer mit dem Auto nach Arosa. Problemlos fanden wir einen Parkplatz in der Nähe des Startgeländes. Da wir noch genügend Zeit bis zum Start hatten, entschlossen wir uns noch einen Kaffee zu trinken. Schnell fanden wir ein kleines Café mit Bäckerei. Wir öffneten die Glastür und traten ein. Und wer sass schon da… Genau der Läufer, mit dem Walti hier in Arosa abgemacht hatte. Gemütlich tranken wir alle zusammen einen Kaffee und assen frische Gipfeli.
Pünktlich um 10.14 Uhr war der Start. Zuerst eine Runde um den Aroser-See und dann ging es gleich schon etwas aufwärts. Die ersten Kilometer der Laufstrecke führte uns aus dem Dorf in den Wald. Es ging immer leicht aufwärts, aber nicht so wie es sich für einen Berglauf gehörte. Bei der ersten Verpflegungsstelle (Tschuggenhütte) genoss ich die traumhafte Aussicht und das wunderschöne Wetter. Jetzt ging es über Skipisten (bin noch nie auf einer Skipiste gelaufen?!) weiter. Noch immer war die Strecke eher flach. Irgendwann mussten wir auf einen anderen Weg abbiegen. Ab hier verdiente der Lauf die Bezeichnung Berglauf. Es ging aufwärts und zwar wie. Laufen war fast nicht mehr möglich. Gehen war angesagt. Die Strecke war in einem super Zustand. Kurz vor dem höchsten Punkt (Sattelhütte 2400m) der Strecke wurde es dann so richtig brutal steil. Man musste sich fast mit den Händen im Schnee hochziehen. Auf der Sattelhütte hatte es wieder einen Verpflegungsposten. Es gab Riegel und warme Getränke. Hier war man ungefähr in der Hälfte. Jetzt ging es über den Sattel (welch wunderbare Aussicht!) und auf der hinteren Seite wieder hinunter.
Doch im Schnee abwärts laufen ist nicht so einfach. Man muss sehr konzentriert laufen und das Bremsen kostet sehr viel Kraft. Es ging aber nicht nur abwärts, sondern auch mal wieder aufwärts. In einer solchen Winterlandschaft zu laufen ist ein Traum. Einfach unbeschreiblich! Auf den letzten Kilometern ging es dann immer leicht abwärts. Hier konnte man richtig zügig laufen. Ich fand einen guten Rhythmus und machte nochmals etwas Tempo. Wenige Kilometer vor dem Ziel mussten wir Läufer auf der gleichen Strecke wie die Nordic-Walker laufen. Es war zeitweise sehr eng, aber es ging. Jetzt wurde auch der Schnee weicher und das Laufen sehr anstrengend. Da meine Beine bereits etwas müde wurden, musste ich etwas gemütlicher Laufen.
Der letzte Kilometer. Wieder in Arosa auf der schneebedeckten Strasse. Das Feld verteilte sich und ich konnte wieder schneller laufen. Im Ziel gab es frische Brötli und eine heisse Bouillon. Kurz nach mir kam auch Walti ins Ziel. Nachdem wir das Finisher-Geschenk und das Diplom abgeholt hatten, assen wir eine Kleinigkeit. Anschliessend gingen wir zum Auto und zogen uns um. Kurz darauf machten wir uns auf den Rückweg, d.h. 355 Kurven bis Chur und dann auf die Autobahn Richtung St.Gallen.

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