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Nachtlauf auf den Kronberg

Um 23 Uhr lief ich von zu Hause los. Der Himmel war wolkenfrei. Nach Hundwil bekam ich Hunger und ich legte eine erste kurze Pause ein. Nach ca. 2h war ich auf der Hundwiler-Höhi. Ich lief ohne Pause weiter Richtung Jakobsbad. Ich bin den Weg schon sehr oft in der Dunkelheit gelaufen und finde ihn daher fast im Schlaf. Etwas oberhalb von Jakobsbad hatte es eine Schafweide. Ein Schaf war auf der falschen Seite des Zauns mitten auf dem Weg. Das Schaf bekam Angst und rannte vor mir weg. Ein junges Schaf schlüpfte ebenfalls unter dem Zaun durch und folgte ihrer Mutter. Nach ein paar Metern stoppten die beiden. Die Mutter versuchte nun unter dem Zaun hindurch zu schlüpfen, was aber damit endete, dass sie sich im Zaum verfing. Sie kam alleine nicht mehr heraus. Ich zog ihren Kopf aus dem  Zaun und hob das Schaf retour auf den Weg. In der Zwischenzeit hatte das Lamm es der Mutter nachgemacht und hatte sich auch im Zaun verfangen. Super! Schafrettung zum Zweiten. Ein kurzes „Mäh…“ und weg waren die beiden.

Auf der Scheidegg begann es dann ganz leicht zu regnen. Ich wurde aber nicht einmal richtig nass. Die Temperatur war in der Zwischenzeit etwas gesunken und ich zog mir ein zweites T-Shirt und die Ärmlinge an. Aber wo war der Säntis? Unterhalb des Kronberg-Gipfels zogen dann die ersten Wolken auf und ich sah nicht mehr viel. Auf dem Gipfel sah ich dann nur kurz das rote, blinkende Licht vom Säntis. Nun stellte sich die Frage: Weiterlaufen oder Abbruch? Während ich überlegte war der Säntis auch schon wieder verschwunden. Ich beschloss wieder retour nach Jakobsbad zu laufen. Während des Abstiegs spürte ich langsam den Schlafmangel der letzten Tage. Ich entschied mit dem Zug nach Herisau zu fahren. Um 5 Uhr kam ich in Jakobsbad an. Der erste Zug fuhr aber erst um 6.11 Uhr… Ich ass etwas, deckte mich mit der Jacke zu und döste etwas vor mich hin.

Von Herisau aus lief ich dann noch via Gübsensee nach Hause. Die Pause hatte gut getan und ich konnte wieder locker laufen. Total lief ich ca. 30km/1700m in ca. 5.25h.

P.S. Mama-Schaf und ihr Lamm waren übrigens gemütlich am Grasen als ich auf den Zug wartete.

Abends auf die Hundwiler-Höhi

Heute Abend lief ich spontan von zu Hause aus über Hundwil auf die Hundwiler-Höhi. Bis auf die Hundwiler-Höhi benötigte ich „nur“ 1h 32min. Das ist persönliche Bestzeit! Nach einem kurzen Fotohalt lief ich gleich weiter nach Stein. Von dort ging es dann via Kubel nach Winkeln. Da ich etwas schneller als erwartet war, konnte ich nur noch die letzen 2-3km im Schein der Stirnlampe laufen.

Die gesamte Distanz betrug 22.1km mit 1193 Höhenmeter. Die Laufzeit betrug 2h 54min. Zur Strava-Datei

 

Der erste Kilometer…

Ich habe es endlich geschafft! Das erste Mal bin ich über 1000m am Stück geschwommen… Ehrlich! Einen Marathon laufen ich einfach so. Aber Schwimmen ist fast wie eine Strafe für mich.

Die ersten 100m gingen problemlos. Dann begann das grosse Kämpfen und Leiden. Arme und Beine wollten nicht mehr Schwimmen. Als ich 800m erreicht hatte, wusste ich: Das schaffst Du! Ich legte noch etwas an Tempo zu und hatte das Gefühl erst jetzt richtig zu schwimmen.